Selbstbetrachtung

May 29, 2019

Alfred Adler soll behauptet haben, dass wir für Veränderung unseres Lebensstils, hin zu seiner Theorie, die Hälfte an Jahren brauchen werden, die wir schon am Leben sind.  Das ist natürlich - wenn man auf die 50 zugeht - eine sehr ernüchternde Aussage.  Es bleibt aber der Wille zur Veränderung, auch wenn sie durch das Annahmen von gesellschaftlich sozialisierten vorgegeben wird, wenn wir uns selbst unserer Veränderung nicht annehmen.

 

Wie schon angesprochen, sind wir auf dem Weg Richtung 50. Die Dynamik der Start-Up Generation begeistert uns natürlich und viele der Ideen und Projekte, die da fast täglich auftauchen und von denen es einige in unseren Alltag schaffen. Fast ein wenig neidig schauen wir uns die Szene an. Erinnern uns an die Jahre, in denen wir sorglos voranstürmten und sicher waren auch ein Stückchen die Welt zu verändern.  Es ist zeitweise ein Hin und Her an Gefühlen. Wieder diesen Leichtsinn zwischen den Fingern zu spüren oder noch mit der Erfahrung der Jahrzehnte die Projekte strukturiert voranzubringen. 

Der Mensch wird unter Verwendung von unterschiedlichen Strukturen oft in zwei Teil-Perönlichkeiten betrachtet. Daniel Kahneman hat in dem Buch "Schnelles Denken, langsames Denken" spricht von zwei unterschiedlichen Arten des Denkens, was mich auch sehr fasziniert hat. Ich möchte hier in meinem Zugang die beiden Teile, als das "handelnde ich" (Ich1) und das "kommentierende Ich"  (Ich2) bezeichnen. Ohne den Anspruch auf eine fundierte psychologische Formulierung. 

 

Das kommentierende ich hat den Willen, wird aber vom handelnden Ich1 unfreiwillig aber ständig torpediert, da es oft, nicht auf Grund der Kommentare/Vorhaben von Ich2 handelt, sondern nach Mustern, die tieft als Teil unseres Lebensstils verankert sind. Unter dem Gesichtspunkt erscheint mir die Aussagen von Alfred Adler doch sehr plausibel mit der Hälfte an Jahren, die wir schon zurückgelegt haben.  Je Älter wir werden, um so tiefer sind die Rillen der Gewohnheiten gegraben. Das soll nun nicht als Ausrede dienen dafür, dass abwechslungsreiches Leben, in dem wir uns auch auf neue Herausforderungen mit unkonventionellen Ideen begegnen, nicht möglich wäre. Es funktioniert nur nicht mehr auf die gleiche Weise wie eben im ersten Drittel unseres Lebens. Unsere Erfahrungen sind ja auch zumindest in zwei unterschiedlichen Ebenen zu betrachten. Da sind zum Einen, die einzelnen Erlebnisse. Wir haben gehandelt und es hat funktioniert oder eben nicht. Das speichern wir dann, sozusagen, ob es in der einen Gasse Käse gab oder keines. (frei nach dem Buch: Die Mäusestrategie für Manager) Wir speichern ab, dass in dem Gang kein Käse gab. Aber viel wichtiger ist es sich mit den angewendeten Strategien zu beschäftigen. Es sind eben auch die unterschiedlichen Strategien oder Lösungsansätze, die uns tatsächlich im vorangeschrittenen Alter wertvoll werden. Ob es in einer bestimmten Lebenssituation so war wie es war, kann von vielen Faktoren abhängen. Wenn wir uns jedoch auf die Lösungsansätze konzentrieren,  so entwickeln wir mit den Jahren ein immer breiter werdendes Blickfeld für das was um uns herum geschieht. Im Grunde verfällt unser Gehirn gerne der Trägheit, auf Grund von Vergleichen aus dem "Erfahrungsspeicher" über das gerade erlebte zu entscheiden. Nun ist aber ähnlich nicht gleich bedeutend mit gleich! Ich sehe meinem Vater auch ähnlich aber wir sind zwei unterschiedliche Perönlichkeiten. Das ist meiner Ansicht nach auch die größte Herausforderung, die wir uns zu stellen haben, um von der Erfahrung selbst aus einem erfolgreichen Leben geschossen zu werden.

 

Da wir bereits sehr früh Muster aufbauen für unser Handeln, gelten diese Zeilen nicht nur für Menschen ab 40 oder 50. Muster entstehen schon in unserer Kindheit. Abhängig von unserem Charakter, der Umwelt in die wir hineingeboren wurden und dem Erlebten. Was aber den Unterschied ausmacht, ist der Umstand, dass wir in jüngeren Jahren schneller aus Mustern ausbrechen können. 

 

Immer in Bewegung zu bleiben, die vermeintlichen Tatsachen hinterfragen, die Neugier nicht verlieren und ganz wichtig, den Spass an der Sache nicht aus den Augen zu lassen, ist unsere Methode, wie wir die Trägheit des Gehirns versuchen zu überlisten. Diesen und wahrscheinlich fast nur diesen Zweck hat auch bunggii in unserem Leben. Natürlich ist Geld ein wichtiger Punkt in der Wirtschaft. Aber eben ein relativer. 

 

 

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