Nichts geschenkt!

Was nichts kostet ist auch nix Wert! Ist ein Spruch, der sich bei mir eingebrannt hat. Weiß nicht einmal woher es kommt. Welche Bedeutung es für mich hat, hängt mit dem Kontext zusammen, in dem dem es verwendet wird. Besonders in einer Zeit, in der uns so vieles "geschenkt" wird, kann der Spruch hilfreich sein. Es sind teilweise die Kleinigkeiten, die uns gar nicht auffallen. Dass die Google Suche zum Beispiel kostenlos ist. Oder Privat Sender wie RTL usw., Wikipedia, Zeitungen Online,...

Im Grunde hat alles seinen Preis. Ich habe so das Gefühl, dass wir als Gesellschaft noch nie so viel bezahlt haben sogar! Es fällt uns vielleicht nur nicht auf. Natürlich ist uns mittlerweile allen klar, dass wir mit unseren Daten zahlen. Aber da gibt es noch einen Faktor vor der Daten: unsere Aufmerksamkeit.

Wir (ja auch bunggii) alle buhlen um die Aufmerksamkeit der Individuen. Nur wer die Aufmerksamkeit bekommt, bekommt auch die Daten. Da lohnt es sich mal ein wenig tiefer zu schauen, wer so alle um die Aufmerksamkeit von uns Individuen kämpft - ja, ich sehe es als eine Art Kampf an. Zum Einen sind es die unterschiedlichsten Medien, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchten. Manche davon, um uns kostenpflichtige Dienste zu verkaufen oder wenn wir schon unterschrieben haben, uns nicht los zulassen (Netflix, Prime, Sky & Co). Andere bieten uns kostenlose Unterhaltung an, um unser Konsumverhalten zu steuern (RTL, Youtube, & Co).

Das sind aber die offensichtlichen Teilnehmer im Kampf um unsere Aufmerksamkeit. Jede neue Anwendung zur Interaktion, der uns in den letzten Jahren Dank des Internets erschlossen wurde, ist ein neuer Teilnehmer im Ring. Ob das nun Instagram ist oder Whatsapp. Facebook oder Willhaben. Ja auch so nützliche Anwendungen wie Willhaben brauchen unsere Aufmerksamkeit!

Facebook/Instagram usw. sind ja nur Kanäle, die sich öffnen. Wie Wurmlöcher in andere Galaxien, aus der uns neue Informationen erreichen und uns das Gefühl geben, ein Teil von etwas "mehr" zu sein, über den Tellerrand schauen zu können, unseren Horizont erweitern zu können. Kann es aber nicht sein, dass es uns unser reales Umfeld nur in einer virtuellen, von uns austauschbaren Oberfläche projiziert? Es uns Fenster in das Leben von anderen, schöneren, besseren Menschen eröffnet, nur damit wir uns einer Familie zugehörig fühlen? In der wir weit weg, von dem was uns real umgibt, jeden Augenblick auch aussteigen, wenn wir nicht mehr "wollen"?

Mir liegt es fern, all die Möglichkeiten der Interaktion zu verteufeln! Ich habe das "analoge" Zeitalter noch miterlebt und weiß noch, wie ich mit Ende der 80'er über meinen ersten PC gefreut habe! Vor rund 20 Jahren, als ich meine ersten Web-Projekte im DotCom Hype angegangen bin (im Gesundheitsbereich) sahen wir goldene Zeiten auf die Menschheit zukommen. Und da war noch keine Vorstellung davon, was so alles in unsere Handys passen würde...

Ich stelle mir nur die Frage, ob wir uns zumindest zwischendurch mal im Klaren sind, was es uns an Aufmerksamkeit kosten kann, all die kostenlosen Informationsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Wenn wir mal nicht in unsere Smartphones schauen in der Bim (Straßenbahn in Wien) sondern aus dem Fenster oder unser Gegenüber. Unserem Partner an der Seite zu sein und das Schweigen zu genießen, statt noch mit den Freunden uns auszutauschen schnell mal... (weil der Partner gerade eh nix sagt - zumindest nix wichtiges)

Den Unterschied uns zu gegenwärtigen: mache ich das jetzt weil ich es kann oder weil ich es möchte?

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